Praxisangebot
 
Praxisangebot
Diagnostik, Beratung und Dyskalkulietherapie / Workshops
  • kostenfreie Erstberatung und Dyskalkulie-Test
    (eine informelle, qualitative Diagnostik (QUADRIGA*)
    gehört zum Erstgespräch dazu)
  • keine langfristigen Therapieverträge
  • regelmäßige Verlaufsdiagnostik zur Absicherung des Gelernten
  • Dyskalkulietherapie nur als Einzeltherapie, um das Kind ganz
    individuell fördern zu können
  • regelmäßige Elterngespräche und -beratung (nach Bedarf auch mehr)
  • Unterstützung der Eltern in schulischen Angelegenheiten (Anträge
    für Notenbefreiung oder differenzierte Benotung*, Nachteilsausgleich*,
    Schullaufbahnberatung, Teilnahme an Klassenkonferenzen etc.)
  • regelmäßiger Kontakt zur Schule (Zusammenarbeit mit den Fachlehrern)
  • Vorträge / Dyskalkulie-Workshops / Fortbildung für LehrerInnen
  • Familienstellen mit Figuren

 

Kontextarbeit: Eltern- und Lehrerberatung

Durch regelmäßige Elterngespräche wird eine Entlastung der Eltern
und eine Entspannung der häuslichen Situation (Hausaufgabensituation,
Angst vor der Schule, schlechte Zensuren) angestrebt. Hierzu werden die
Eltern über das therapeutische Geschehen unterrichtet und ggf. auch mit
einbezogen. Die Eltern sollen eine Entlastung und geeignete Orientierung
bezüglich ihrer Bemühungen um ihr Kind erfahren.

Ein Kontakt zur Schule wird daher auch schon in der Anfangsphase der
Therapie hergestellt: Es erfolgt sowohl eine allgemeine Information zur
Thematik der Dyskalkulie als auch eine Einbeziehung in die Therapie,
damit Lerninhalte mit der Fachlehrerin abgesprochen werden können.
Wenn die Eltern nicht wünschen, dass die Schule informiert wird, kann
der Kontakt auch unterbleiben. Alles geschieht in Absprache mit den Eltern.

Allerdings ist das nicht zu empfehlen, denn es ist sehr wichtig, dass 
dem Kind in der Schule ein Freiraum* geschaffen wird, in dem es sein
(noch) fehlendes Zahl- und Operationsverständnis in seinem eigenen
Tempo nachholen kann. Das ist nur möglich, wenn die Schule Bescheid
weiß. Außerdem geht es ja auch um Notenbefreiung oder differenzierten
Unterricht*. (Sehen Sie dazu bitte im Glossar auch unter Schulgesetz* nach).

Überhaupt sollten Therapeutin, Eltern und Lehrer möglichst oft in Kontakt sein,
einvernehmlich zusammenarbeiten und sich regelmäßig über die Lernfortschritte
sowie auch über die emotionale Entwicklung des Kindes austauschen, denn das
Kind soll erfahren, dass „alle an einem Strang ziehen“, dass seine Bemühungen
gesehen und honoriert werden, und dass es sich lohnt, sich anzustrengen.

Integrative Lerntherapie

Die Integrative Dyskalkulietherapie fördert das Kind besonders auf drei Ebenen:
1.  die kognitive Ebene:                Verbesserung der Aufmerksamkeit und der Konzentrationsfähigkeit
2. die fachdidaktische Ebene:     Vermittlung der mathematischen Kenntnisse 
3. die emotionale Ebene:             Abbau von Ängsten, Aufbau von Selbstbewusstsein,
                                                          mit dem Ziel, das Kind emotional zu stabilisieren

Die Einbeziehung der Eltern und der Lehrer in den Therapieprozess gehört dazu,
denn das Verständnis und die Hilfe des Umfelds sind sehr wichtig für die Therapie.    

Eine Lerntherapie ist ein Prozess, der sich langsam entwickelt. Wichtigste Grundlage
ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind und Therapeutin.
Erst wenn ein Kind sich ganz angenommen fühlt, kann es sich öffnen, von seinen
Ängsten erzählen und sich so nach und nach von ihnen befreien.

Oft verschwinden Bauch- oder Kopfschmerzen schon nach ein paar Wochen Therapie,
weil sie als Hilfeschrei der Seele nun nicht mehr „gebraucht“ werden, die Angst und
der Druck nachgelassen haben und die Kinder spüren, dass ihnen geholfen wird.

Die Therapie ist integrativ, das heißt, das Kind wird nicht nur im Hinblick auf seine
Defizite gesehen, sondern seine individuelle, einzigartige Persönlichkeit, seine Stärken
und Interessen, seine Familie, seine Mitschüler werden als Ressourcen gesehen, die

die Therapie unterstützen und fördern können, wenn sie richtig genutzt werden.

Natürlich gehören auch die Lehrer zu den Ressourcen des Kindes. Deshalb ist ein
kontinuierlicher Kontakt zur Schule wichtig, damit die Fachlehrer immer über den
Stand der Therapie informiert sind, um Überforderungen des Kindes zu vermeiden.

Alles geschieht im Hinblick auf eine Stärkung des Selbstbewusstseins
und des Selbstwertgefühls des Kindes, denn hier wird die Basis für die
Lernfähigkeit, das Selbstvertrauen und die Zuversicht des Kindes geschaffen.

Ort der Therapie

In der Regel finden Rechentherapien 1 x  pro Woche statt, immer am gleichen Tag
und zur gleichen Stunde in der Praxis für Integrative Therapie der Rechenschwäche,
Naumannstr. 9 / EG links, 10829 Berlin-Schöneberg. Dieser regelmäßige Termin
sollte sehr sorgfältig gewählt werden, weil er für die Kinder zur Routine werden soll.

Finanzierung der Therapie

Die integrative Lerntherapie kann in meiner Praxis nur privat finanziert werden.
Der Vorteil einer privaten Finanzierung besteht darin, dass so früh und so bald
wie möglich mit der Therapie begonnen werden und diese so lange fortgesetzt
werden kann, bis der Anschluss an die Klasse auch wirklich erreicht ist. 

Bei Therapien, die über das Jugendamt finanziert werden, muss man in der
Regel 6 – 12 Monate auf die Bewilligung warten, und die Therapien werden erst
ab der 3. Klasse zugestanden, obwohl vielleicht bereits in der 1. oder 2. Klasse
deutliche Zeichen für eine Rechenschwäche zu erkennen sind.

Wenn Eltern den klaren Wunsch äußern, dass ich die Therapie ihres Kindes
übernehmen soll, haben einige Jugendämter (Kreuzberg, Neukölln, Mitte) die
Kosten übernommen, indem eine Einzelvereinbarung mit meiner Praxis
getroffen wurde. Allerdings kann ich dann auch erst mit der Therapie beginnen,
wenn die amtliche Bewilligung vorliegt.

Je früher ein Kind die richtige Hilfe bekommt, desto schneller kann es
seine Dyskalkulie überwinden. Hierin stimmen alle Experten überein.
Da die Kinder sehr unter ihrer Schwäche leiden, ist es sehr wichtig,
dass sie möglichst zeitnah eine professionelle Unterstützung erhalten.

Soweit freie Therapieplätze vorhanden sind, kann bei einer
privaten Finanzierung sofort mit der Therapie begonnen werden. 

Sollten Sie weitere Fragen haben, scheuen Sie sich bitte nicht, mich zu kontaktieren.
Sie erreichen mich vormittags (10 – 12 Uhr) unter (030) 219 66 308 (AB),
mobil unter 
0176 310 45 205 oder per Mail unter MarionEhlert308@aol.com